Second Life lässt grüßen: 3D-Community von DSDS

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Montag, Januar 26th, 2009 @ 20:58

RTL hat eine 3D-Community für das Format DSDS ins Netz gestellt. In der virtuellen Studioumgebung kann man gemeinsam mit anderen die Sendung live verfolgen oder das Studio erkunden. Erinnert also ein wenig an die ersten Second Life Präsenzen von Medienunternehmen anno 2007.

Strategisch wäre es aus meiner Sicht schlauer gewesen, die zu RTL interactive gehörende Community “Wer kennt Wen” mit ins Spiel zu bringen. Wie könnte dies aussehen? Eigentlich hat es Facebook bereits vorgemacht, bei der Amtseinführung von Obama konnte man auf CNN.com gemeinsam mit anderen den Videostream verfolgen und sich austauschen. Realisiert wurde dies mit Facebook Connect, d.h. man loggte sich auf CNN.com mit seinem Facebook Account ein und konnte mit seinen Buddies oder auch anderen Nutzern chatten.

Warum nutzt man bei RTL also nicht auch das Potential der zum Medienunternehmen gehörenden Community? Zumal dies ja auch als Testballon für viele weitere Formate denkbar wäre, TV 2.0 ist hier das Stichwort.

via Horizont

3D-Community von RTL (DSDS)

Papercraft – eine Idee für UHU

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Sonntag, Januar 25th, 2009 @ 10:52

Im Internet gibt es eine sehr breite, internationale Gemeinde, die sich mit der Erstellung von komplexen Papierfiguren beschäftigt. Viele der Künstler aus dem Umfeld von “Papercraft” – also der Kunst des Erstellens von Papiermodellen – schwören auf UHU Kleber und bekunden dies auch öffentlich: 

http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-38298-11.html#… 

Aus meiner Sicht wäre es ein geschickter Schachzug von UHU, diese Künstler als Testimonials zu nutzen, und sich so einen Zugang zu einer sehr kreativen, internationalen Zielgruppe zu sichern. Denkbar wären folgende – grob skizzierte Szenarien: 

  • UHU bietet jeden Monat ein anderes Papiermodell eines Künstlers auf Ihrer Webseite, flankiert von Interviews
  • UHU veranstaltet Workshops mit den Künstlern
  • UHU dreht Filme über die Künstler – quasi eine Reihe – und publiziert diese über verschiedene Kanäle viral im Internet (Youtube usw.)
  • Eventuell sind auch vertriebliche Maßnahmen andockbar, z.B. könnte man beim Kauf eines UHU-Produktes Punkte sammeln, um ein Original eines Künstlers zu erhalten

Natürlich sind viele weitere Ansätze denkbar. Folgende Effekte stünden für UHU auf der Habenseite: 

  • Aufmerksamkeitsstarkes Pressethema
  • Zugang zu einer internationalen, kreativen Zielgruppe
  • Multiplikation der Kontakte durch Ansprechen der “Leader” in der jeweiligen Kreativszene
  • Maßnahmen sind im Umfang gut skalierbar und damit Budgettechnisch sehr gut steuerbar
  • Imagewerte der Marke UHU erhöhen
  • Beim Einsatz vertrieblicher Elemente: Umsatzsteigerung

Sehnsucht nach Begeisterung

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Freitag, Januar 23rd, 2009 @ 21:45

In den letzten Tagen gab es in den internationalen Medien eigentlich nur ein Thema: die Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten. Das Kuriose daran ist, das die Berichterstattung und die damit einhergehende Begeisterung auch in Deutschland ungewohnte Ausmaße angenommen hat – jedenfalls verglichen mit den Meldungen, die über den Äther gingen, als Angela Merkel ihr Amt antrat.

Warum ist dies nun so? Um dies zu beantworten, sollte man mal einen Blick in die deutsche Volksseele werfen. Das Gros der Deutschen entscheidet sich bei der Wahl zwischen Optimismus und Pessimismus erstmal für Pessimissmus, in Amerika ist dies genau anders herum. In Deutschland lästert man gerne über die fast kindliche Begeisterungsfähigkeit der Amerikaner und nimmt dabei eine sehr abgeklärte, aber oft auch arrogante Position ein.

Dennoch sehnt sich der Deutsche nach Beigeisterung, dies ist bei internationalen Fußball-Turnieren immer wieder zu beobachten. Außerdem sind die Weltmeisterschaften auch die einzigen Events, bei denen der Deutsche gerne mal Begeisterung – auch im Kollektiv – zeigt.

Der eher ungehemmte Wille zur Begeisterung der Amerikaner sorgt daher auch für Neugierde bei den Deutschen – zumal der Auslöser für diese Welle der Euphorie die Glorifizierung einer einzigen Person (Barack Obama) ist. Dies ist in Deutschland auf Grund geschichtlicher Ereignisse (verständlicherweise) undenkbar.

Fazit: wir Deutsche wären manchmal auch gerne so Begeisterungsfähig wie die Amerikaner.

Audi Q5 Commercial: Take Me Riding

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Dienstag, Januar 20th, 2009 @ 21:36

Sehr schön gemachter Commercial von Audi für den Q5. 

Erinnert mich an den Street Art Künstler Blu

http://www.blublu.org/

Xing Clone: Horizontpeople

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Dienstag, Januar 13th, 2009 @ 23:18

Horizont hat eine eigene Social Community an den Start gebracht. Insgesamt erinnert Horizontpeople sehr stark an Xing, bin mal gespannt ob da entsprechende Abmahnungen kommen werden, wie wir das auch schon bei der Ausseinandersetzung zwischen Facebook und StudiVZ gesehen haben.

Ehrlich gesagt finde ich es auch ein wenig fraglich, warum Horizont diesen Weg geht, zumal ich darauf tippe, dass 99 % aller Mitglieder der neuen Community auch bei Xing zu finden sind. 

Was unterscheidet Horizontpeople nun von gängigen Social Networks mit Business-Hintergrund?

1. Hier tummeln sich ausschließlich Werbeleute, insgesamt ein sehr fokussiertes Angebot

2. Es gibt die Möglichkeit, Projekte anzulegen, z.B. Kampagnen

Die Option Projekte einzugeben könnte durchaus interessant werden, da man so eine Kampagnen-Datenbank aufbaut und die Köpfe dahinter direkt mit Kontaktmöglichkeit verknüpft. Ich frage mich nur, warum man genau diese Funktion nicht als zentralen Anker genutzt hat, wäre auf jeden Fall ein starkes Differenzierungsmerkmal gegenüber anderen Plattformen.

www.horizontpeople.de

Praxisbericht: RMV Handyticket

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Dienstag, Januar 6th, 2009 @ 21:02

Der RMV glänzt ja normalerweise nicht gerade mit Kundenfreundlichkeit – in der Regel ärgert man sich eigentlich nur über abgewrackte S-Bahnen, Unpünktlichkeit oder unverschämte Preiserhöhungen.  Jeder kennt auch diese Situation: gerade kommt die Bahn, man muss aber noch schnell ein Ticket kaufen. Kaum ist das Ticket aus dem Automaten, ist die Bahn schon weg. Außerdem aus meiner Sicht ein absolutes Ärgernis: Automaten nehmen nur 5 oder 10 EUR Scheine an, manche sogar nur Münzen. Es gibt zwar auch die Alternative mit der Geldkarte, die muss man dann aber auch immer aufladen.

Seit geraumer Zeit gibt es eine weitere Möglichkeit, um an sein Ticket zu gelangen, und das sogar mobil. Mit dem RMV Handyticket lädt man sich einfach das Ticket auf sein Handy, gezahlt wird per Abbuchung. Auf dem Handy hat man dann einen QR-Code, der vom Schaffner ausgelesen werden kann.

Wie geht das ganze nun von statten?

1. Unter RMV.de überprüfen, ob das eigene Handy für die Anwendung geeignet ist

2. Account auf rmv.de anlegen und Bankverbindung hinterlassen

3. Man erhält eine SMS auf das eigene Handy mit dem Download-Link für die Handyticket-Anwendung (Java-Anwendung)

4. Einmalig muss eine Pin angelegt werden, um den Account, den man unter RMV.de angelegt hat mit dem Handy zu matchen

5. Man kann sogenannte Lieblingsverbindungen anlegen, quasi die Verbindungen, die man meistens nutzt. Für diese Verbindungen kann man dann sehr schnell ein Ticket runterladen

6. Anwendung auf dem Mobiltelefon starten und Ticket kaufen

Man sieht: die Anwendung ist sicher noch nicht für jedermann geeignet, da das initiale Setup doch recht komplex ist. Wobei man sagen muss, dass der RMV die Prozesse recht sauber und minimal kompliziert aufgesetzt hat. Einzig bei der Eingabe der Matching-Pin hatte ich einige Schwierigkeiten, dies kann aber auch an der Software meines Handys liegen (SE W800i).

Wenn diese Einstiegshürden überwunden sind geht der Ticketkauf aber viel schneller und komfortabler als am Automat, zumal man nicht ständig unter Zwang steht, Kleingeld in der Tasche zu haben. Außerdem kann man eben auch noch mal in eine Bahn springen und dann das Ticket im Zug kaufen – sehr geil.

ein weiterer Vorteil ist in der Abrechnung zu sehen: wenn man Tickets z.B. Steuerlich nutzen kann, dann hat man nicht hunderte von kleinen Tickets abzuheften sondern kann bequem per Sammeldownload alle Tickets im Web als Rechnung runterladen und auf Din A4 ausdrucken – sehr praktisch.

Der einzige Wehrmutstropfen der Sache ist vielleicht, dass man für die notwendige Internetverbindung unter Umständen extra Kosten zu zahlen hat, sofern man keine Flatrate hat. Mein Vorschlag an den RMV: bei Kauf eines Handytickets erhält man einen Rabatt, der den durchschnittlichen Verbindungskosten entspricht, dann wäre das System perfekt und man würde zusätzliche Anreize für die Nutzung schaffen.

Zusätzlich bietet der RMV an den Haltestellen auch so genannte NFC-Spots (near field communication). Unterstützt das eigene Handy diese Technik, so berührt man damit einfach den Spot, woraufhin die Handyticket-Anwedung automatisch gestartet wird. Außerdem ist dann die Haltestelle, an der man sich befindet, bereits in der Anwendung als Startpunkt ausgewählt. Da mein Handy dies nicht unterstützt, konnte ich das ganze noch nicht testen. Klingt aber auf jeden Fall auch spannend. Eigentlich könnte man das ja auch mittels GPS realisieren, die Frage ist jetzt, ob es mehr mobile Endgeräte mit NFC oder GPS am Markt gibt.

© Tapebomb