Wie schon mal im Praxisbericht zum RMV Handyticket beschrieben halte ich ich diesen Service vom RMV für eine gute Sache. Schade ist nur, dass Besitzer eines iphones momentan ausgesperrt bleiben, weil die Java-Anwendung auf den Apple-Geräten nicht lauffähig ist. Allerdings wurde mir aus zuverlässiger Quelle berichtet, dass man daran arbeitet und die Anwendung bald für das iphone verfügbar sein wird. Sehr schön!
Wie wird sich eigentlich der Absatz von Fahrzeugen in den kommenden Jahren entwickeln? Ehrlich gesagt befürchte ich, dass der Absatz im Vergleich zu vorhergehenden Jahren massiv einbrechen wird, da viele Menschen – ausgelöst durch die Abwrackprämie – eine Kaufentscheidung vorgezogen haben. Konsumenten, die vielleicht in ein bis drei Jahren ein neues Auto gekauft hätten, weil das alte den Geist aufgegeben hätte, haben also jetzt schon die Einkaufstour gemacht.
Die Frage ist nur, wer dann in ein bis zwei Jahren noch mal ein Auto kauft. Sicher ist, dass der Bedarf an Fahrzeugen insgesamt nicht wachsen wird, es geht hier lediglich um einen Tausch von alt nach neu, da der Markt definitiv gesättigt ist. Die Abwrackprämie ist also mal wieder eine sehr kurzfristige Maßnahme, die das eigentliche Problem nur in die Zukunft verlagert. Aber das kennt man ja von so vielen anderen Themen, Stichwort hier sind die Renten.
Was macht eigentlich die Autoindustrie in ein bis zwei Jahren? Gibt es dann wieder eine Abwrackprämie, diesmal für Autos, die minimal 3 Jahre alt sind?
diese Frage habe ich mir kürzlich gestellt und bin daher mal auf die Suche gegangen. Wir erinnern uns: Mitte 2007 startete der P2P-IPTV-Dienst JOOST zunächst in der Beta, die von einem mehr oder weniger exklusiven Kreis getestet werden konnte. Zugang zur Beta erhielt man nämlich nur gegen Einladung. Zwar war es nicht besonders schwer an diese heranzukommen, dennoch verfehlte diese Maßnahme nicht ihr Ziel: das Erzeugen eines Hypes. Viel wurde damals über Joost geschrieben, von der Revolution des Fernsehens und dem Durchbruch von IPTV war die Rede. Wie heftig der Buzz damals war, kann man sich sehr schön an Hand von Google Insights und der Menge der Suchanfragen zu “Joost” verdeutlichen.
Zugegebenermaßen beeindruckte der Client von JOOST damals durch ein sehr durchdachtes Interface, doch schon früh musste man ernüchtert feststellen, dass es nix wirklich spannendes zu sehen gab – die Inhalte waren eher mäßig. Dies erklärt sicher auch, warum das Interesse an der Plattform recht schnell wieder abflaute bzw. es nicht zu einem stetigen Wachstum kam. Zusätzlich ist sicherlich der properitäre Client ein Problem gewesen – ähnliches haben wir ja bereits bei Second Life gesehen, auch hier war die notwendige Installation eines Clients ein deutlicher Wachstumskiller.
Was diesen Punkt angeht hat Joost mittlerweile seine Haltung aufgegeben und liefert die Inhalte regulär über eine Webseite a la Youtube aus, ein separater Client ist nicht mehr notwendig. Nichtsdestotrotz konnte man mit dieser Maßnahme verloren gegangene Marktanteile nicht mehr zurückerobern, zumal neue Player an den Start gegangen sind. Sehr interessant ist sicher der Kometenhafte Aufstieg von Hulu. Dieser Service ist zwar nur in den USA verfügbar (IP-Sperre), bietet aber sehr attraktive Inhalte wie z.B. die Serien “Heroes” oder “The Office”.
Was lernen wir daraus? In Puncto Vermarktung hat Joost zumindest zum Start alles richtig gemacht, auch technologisch ist Joost sicher kein schlechtes Produkt. Mangelhaft waren aber in jedem Fall die Inhalte - und da Content King ist, waren die User die man angelockt hatte, auch recht schnell wieder weg. Vielleicht war ein weiterer ausschlaggebender Punkt, das man die Inhalte bei Joost nicht mobil nutzen kann, so wie dies wohl bei Hulu möglich sein soll. Ich selbst habe dies noch nicht testen können, auf Grund der IP-Sperre.
Mit der Zunahme der Verbreitung mobiler Endgeräte, die Video abspielen können tut sich nämlich ein weiteres Feld für IPTV/VOD auf: die Webseite wird mehr und mehr zum Hub, auf dem sich die Nutzer die Inhalte abholen, aber nicht ansehen. Geglotzt wird nämlich dann, wenn man eh gelangweilt ist: in der U-Bahn oder beim Warten.
http://www.hulu.com
Anheuser-Busch zieht den Stecker bei Bud.tv – Gründe hierfür sind die hohen Kosten im Vergleich zu den geringen Nutzerzahlen. Interessant ist der Hinweis auf dem gestern auf adweek veröffentlichten Artikel, wonach ein Grund für den Misserfolg darin zu suchen ist, dass die Inhalte nicht für die mobile Nutzung freigegeben waren.
Sehr aufschlussreich ist auch die Aussage von Mr. Levi, der feststellt, dass es eigentlich für einen Bierhersteller unmöglich ist in Konkurrenz mit etablierten Medienproduzenten zu treten: “If the networks can’t continuously produce that [volume of content], how can a beer company?”.
Ich bin mir sehr sicher, dass viele andere Marken diesen Umstand auch stark unterschätzt haben, ein IPTV Angebot lebt schließlich von aktuellen und hochwertigen Inhalten. Der Konsument ist gewohnt ständig neue Inhalte präsentiert zu bekommen – die Krux an der Sache ist nur, dass dies verdammt teuer ist und andere dies oft besser können als Unternehmen die normalerweise Hopfen und Malz mit Wasser vermischen.
http://adage.com/madisonandvine/article?article_id=134701
Adidas startet in Kürze einen eigenen IPTV Channel – gezeigt werden Videos aus allen Sparten des Sportartikelherstellers, zum Start wird es rund 75 Videos geben. Einen kleinen Vorgeschmack kann man sich schon mal auf der Basketball-Seite von Adidas ansehen, hier werden vornehmlich Videos mit Testimonials wie Dwight Howards gezeigt. Die Videos haben einen stark werblichen Charakter, d.h. der Produktbezug ist ganz klar erkennbar.
Insgesamt mutet das nicht spektakulär an, trotzdem ist dies aus meiner Sicht konsequent – viele andere Marken versuchen pseudo-redaktionelle Inhalte anzubieten bei denen dann immer mal “dezent” Werbung eingestreut wird. Dies wirkt viel eher verkrampft, zumal sich Marken dann mit ganz anderen Content-Anbietern messen müssen, die viel bessere Inhalte zu bieten haben und journalistisch ganz anders arbeiten können.
Sehr clever finde ich den Ansatz von Adidas ganz konsequent auf die mobile Nutzung von Inhalten zu setzen, d.h. Nutzer dürfen Inhalte auch auf ihre mobilen Endgeräte laden und dort ansehen. Viele andere Angebote sind in der Vergangenheit genau daran gescheitert. Allerdings muss man der Fairness halber erwähnen, dass dies in der Regel nicht daran lag/liegt, dass die Betreiber nicht über die mobile Nutzung nachgedacht hätten. Das Problem ist vielmehr in der Komplexität bei Lizenzverhandlungen zu sehen, sehr oft ist die mobile Nutzung nicht möglich oder aber für den Lizenznehmer (den Betreiber des IPTV-Angebots) sehr teuer. Da Adidas ausschließlich eigens produzierte Inhalte veröffentlicht, wird dieses Problem nicht auftauchen oder nur partiell.
Ein weiterer sehr positiver Aspekt des IPTV-Angebots von Adidas ist in der Verwertungsstrategie zu sehen: Adidas wird das IPTV-Angebot auch in seinen Stores ausstrahlen und so für ein weltweit einheitlicheres Programm sorgen. Momentan kocht da jeder Shop mehr oder weniger sein eigenes Süppchen
Fazit: wieder mal IPTV einer großen Marke, allerdings mit einem cleveren Distributionskonzept
gelesen bei Adweek

Aus meiner Sicht eine schöne Idee für die Autobauer aus Stuttgart, wenn auch nicht gerade zu den aktuellen Horrormeldungen zu Kurzarbeit und Gewinnrückgang passend: Mercedes-Benz schießt einen Satellit ins All – den Mercedes-Benz Stern. Dieser umkreist die Erde und strahlt so aus weiter Ferne das Mercedes-Benz Logo auf jeden Flecken dieser Erde.
Wie das genau technisch aussehen könnte kann ich natürlich nicht sagen, allerdings wäre der Weg dahin natürlich auch hochinteressant und PR-technisch die Story schlechthin.
Effekte:
- Innovation plakativ darstellen
- Ingenieurskunst bei Mercedes-Benz leben und kommunizieren
- Mercedes-Benz schafft sich ein Denkmal
Sehr witzige Microsite von IKEA zur Amtseinführung von Obama. Man beachte den Security-Typ und den Hund – beides unverzichtbare Accessoires eines Präsidenten.
http://www.embracechange09.com/
Sehr interessante music application für das iphone: Umgebungsgeräusche werden genutzt um einen Klangteppich dynamisch zu erzeugen. Die Anwendung verhält sich wie ein klassischer MP3-Musik-Player, kann aber auch eigene Sounds in Abhängigkeit der Umgebung erzeugen.
Befindet man sich mit einem iPhone in einer lauten Umgebung, so werden die erzeugten Sounds komplexer. Genau anders herum verhält es sich in einer ruhigen Umgebung: die erzeugten Sounds klingen ruhiger. Natürlich stellt sich die Frage, ob es andersherum nicht besser wäre, aber dies sollte einfach zu programmieren sein.
http://rjdj.me/what/

Auch in 2009 beglückt uns Mercedes-Benz mit den Music-Compilations Mixed Tape, diesmal mit Ausgabe 25. Das Thema der zugehörigen Mixed Tape Music Magazine Sendung auf Mercedes-Benz.tv lautet “Jazz” und gefällt sehr gut.
Download der aktuellen Compilation unter: www.mercedes-benz.tv/mixedtape
Alle alten Ausgaben der Compilation-Reihe Mixed Tape gibt es bei 71grad.
In der Werbung wird oft und gerne kopiert, meist steht die Kunst Pate für eine Kampagne oder ein Key-Visual. Das manche Werber aber nicht mal halt vor bereits sehr stark etablierten Keyvisuals machen, habe ich heute in der Innenstadt von Frankfurt bewundern dürfen. Das in kürze neu eröffnende Kaufhaus “MyZeil” wirbt mit einem großformatigen Plakat, das doch sehr stark an die liebe Alice erinnert – schon sehr dreist wie ich finde. Auch auf der zugehörigen Website findet man das von Alice bekannte rote Band wieder.

http://www.myzeil.de