iPhone Augmented Reality

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Dienstag, Juli 7th, 2009 @ 18:25

Bis vor kurzem war es für Entwickler technisch noch nicht möglich, den Videostream der iPhone-Kamera abzugreifen und mit weiteren Informationen zu ergänzen. Daher musste auch die Entwicklung von Augmented Reality Anwendungen erstmal warten, bzw. waren diese nur mit Standbildern möglich, die man zuvor mit der eingebauten Kamera gemacht hatte.

Mit dem neuen iPhone von Apple ist dies nun vorbei, der Videostream kann abgegriffen werden, sodass viele spannende Anwendungen möglich werden. Ein erstes Beispiel kommt von AcrossAir und bietet dem Nutzer eine intuitive Möglichkeit, in London die nächste U-Bahn Station zu finden.

Es ist davon auszugehen, das dies die Verbreitung und Nutzung von Augmented Reality Applikationen im mobilen Bereich befeuern wird.

GE lanciert Augmented Reality Anwendung

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Mittwoch, Juli 1st, 2009 @ 18:48

GE setzt die “Smart Grid” Kampagne mit einer Augmented Reality Anwendung fort. Sehr gelungen ist vor allem die Verknüpfung der digitalen Kampagne mit klassischen Medien: Auf dem Cover des Fachmagazins “Popular Science” ist die neue Windkraftanlage von GE zu sehen, hält man das Cover nun vor die Webcam, startet die AR-Anwendung. Durch Bewegen des Covers vor der Webcam kann man die Anlage von allen Seiten aus betrachten.

Nettes Gimmick: Pustet man ins Mikro, so drehen sich die Windräder.

Realisiert wurde die Kampagne von Gooby, Silverstein aus San Francisco, technischer Dienstleister ist Metaio aus München.

Interaktive Musikvideos: Augmented Reality und Youtube

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Freitag, Juni 19th, 2009 @ 14:46

Neue Technologien ermöglichen viele neue kreative Ansätze für (Musik)-Videos.

Begeistert hat mich das 3D-Musikvideo von Julian Peretta, bei dem man einen so genannten Marker ausdruckt und diesen dann vor die Webcam hält. Bewegt man nun den Marker vor der Kamera, so kann man das 3D-Video von allen Seiten betrachten – eine sehr beindruckende Erfahrung. Schön ist auch, dass das Video exakt dann startet, sobald man den Marker vor die Webcam hält.

Am besten selbst mal ausprobieren: http://www.julianperretta.com/ride_my_star/

Interaktives Youtube-Video

Eine weitere Möglichkeit, um Videos interaktiv zu gestalten, zeigt uns die Agentur BooneOakley. Mittels der Integration von Links im Videobild baut die Agentur ihre komplette Internetpräsenz als interaktives Youtube-Video auf. Kein neuer Ansatz – da das Feature nicht mehr ganz neu ist – aber sehr konsequent und intelligent genutzt.

Microsoft integriert Facebook, Twitter und last.fm in die XBox

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Freitag, Juni 12th, 2009 @ 09:56

sehr schlauer Schachzug von Microsoft: man wird die social networks Facebook, Twitter und last.fm in die neuen xbox-Konsolen fest integrieren.

Zockt man ein Game, so wird dies im Friend-Stream direkt publiziert. Knackt man die Highscore, so findet man dies ebenfalls im Friendstream.

Viele weitere Features sind denkbar, dies zeigt eindeutig wohin die Reise gehen wird: es wird einige wenige große Networks geben, an die sich andere Services andocken. Die Zeiten, in denen jeder sein eigenes Social Network gebastelt hat und um die Gunst der Nutzer buhlte, sind wohl vorbei. In Zukunft wird es wohl eher eine große Infrastruktur geben, an der sich nahezu jeder beteiligt.

via adage

Tinychat: Chat und Desktopsharing mit Twitter-Account

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Freitag, Juni 12th, 2009 @ 08:23

Mit einem Twitter-Account kann man mittlerweile sehr viel mehr anstellen, als nur 140-Zeichen-Nachrichten abzusenden. So kann man sich beispielsweise in die browserbasierte Anwendung Tiny-Chat einloggen und sich mit anderen Nutzern im Videochat unterhalten. Damit verfolgt Twitter ein ähnliches Konzept wie Facebook, das mittels Facebook-Connect ebenfalls die Autorisierung eines Nutzers mittels Facebook-Account bei Drittanbietern ermöglicht.

Zurück zu Tiny-Chat: die Anwendung macht einen soliden Eindruck, nicht viel Schnickschnack; wie der Name verrät, sind die Features sehr auf das Wesentlichste reduziert. Eine Besonderheit ist mir aber dennoch aufgefallen, die ich als Highlight einstufe: es gibt eine Desktop-Sharing-Funktion. Dies ist erst einmal nichts ungewöhnliches, die Besonderheit liegt darin, dass man sich keine Plugins oder Stand-Alone-Software installieren muss, um den Service zu nutzen. Mir ist bislang keine kostenfreie Anwendung bekannt die dies bietet.

Fazit: sehr schlanke auf das Wesentliche getrimmte Anwendung mit viel Potential. Zum Schluss noch ein Hinweis zum Thema Vermarktung: Sobald man sich in die Anwendung mittels Twitter-Accont einloggt, wird dies direkt im eigenen Tweet gepostet, inklusive URL. Viraler kann man ein Produkt eigentlich nicht vermarkten.

http://tinychat.com

Social Media Forecast von Forrester

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Freitag, Mai 8th, 2009 @ 12:21

Welche Auswirkungen werden soziale Netzwerke auf bestehende Strukturen und das Kommunikationsverhalten haben? Welchen Einfluss wird dies auf Marken und Produkte haben? Diese Fragen versuchen die Analysten von Forrester in einem 5-Jahres Forecast zu beantworten, mit zum Teil sehr interessanten Ergebnissen.

1. Aufbau der Infrastruktur

Die vergangenen Jahre dienten zur Etablierung sozialer Netzwerke bei den Nutzern. Analog könnte man von einem Aufbau der Infrastruktur sprechen, der in der Vergangenheit stattgefunden hat.

2. Soziale Netzwerke als Betriebssystem

In den nächsten zwei bis drei Jahren werden soziale Netzwerke zu Betriebssystemen
Befeuert wird dies durch offene Systemarchitekturen wie z.B. bei Facebook oder den Applications beim iPhone. Dieser Umstand führt bei Marken zu einem Paradigmenwechsel: sie beginnen Mehrwerte für Konsumenten zu schaffen, sinnstiftende Aktivitäten erhalten den Vorzug gegenüber dem reinen Absetzen von Werbebotschaften.

3. Soziale Netzwerke als Quaterback des Webs

Soziale Netzwerke werden in den nächsten zwei bis drei Jahren zum Quaterback jedweder Kommunikation im Netz. Zum Teil ist dies bereits jetzt erkennbar, beispielsweise nutzt Bild.de die Technologie Facebook Connect, um den Nutzern personalisierten Zugang zu gewähren. Die Barrieren zwischen einzelnen Angeboten im Web werden somit fallen, die Vernetzung der Angebote untereinander nimmt weiter zu.

4. Abschied vom Sende-Prinzip

Durch den ungehinderten, direkten Austausch der Nutzer auf allen Plattformen im Web müssen sich Marken von Kommunikationsmechanismen verabschieden, die nach dem reinen Sende-Prinzip funktionieren, wenn sie nicht obsolet werden wollen. Die Herausforderung für Marken wird sein, die Verbraucher stärker einzubinden; und das auch bei der Entwicklung neuer Produkte.

Es wird sogar prognostiziert, dass Verbraucher sich nach Interessen und Ihrer Sozialisation gruppieren und so zu eigenen Marken werden, die eigene Produkte und Botschaften kreieren.

Fazit

In Summe klingt die Prognose von Forrester in meinen Augen nicht unrealistisch, zumal viele der genannten Dinge bereits Realität sind. Allerdings bleibt weiterhin abzuwarten, ob in Zukunft wirklich jeder Konsument die vorhandenen Möglichkeiten in dieser Intensität nutzen wird. Aber wie titelte die Bild-Zeitung unlängst: “Der große Facebook Report: Was passiert, wenn jeder jeden kennt?”.

Balsamiq Mockups: Sketched Wireframes und Mockups

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Dienstag, April 21st, 2009 @ 13:03

Eine sehr hilfreiche und vor allem einfach zu bedienende Anwendung zur Erstellung von Wireframes bzw. Mockups ist Balsamiq Mockups. Besonders gut gefällt die recht umfangreiche Library an UI-Elementen, sogar für iphone-Anwendungen sind spezielle Elemente dabei.

Außerdem kann man mit Balsamiq Mockups sehr schnell und unkompliziert arbeiten – dies kann man von Alternativen wie z.B. Visio nicht immer behaupten. Einfach ein vorgefertigetes Element wie z.B. ein Browserfenster auf die Bühne ziehen, konfigurieren, fertig. Auch alle anderen Elemente wie z.B. Forumulare oder Coverflow sind sehr an der Praxis orientiert, sodass man sich auf Inhalte des Wireframes konzentrieren kann und nicht durch Bastelarbeiten an einzelnen Elementen abgelenkt wird.

Die Anwendung ist auf Adobe Air Basis programmiert und ermöglicht so ein Plattformübergreifendes Arbeiten. Zudem ist davon auszugehen, dass man die Anwendung auch als SaaS nutzen könnte – obgleich dies momentan nur eingeschränkt möglich ist und zwar in Kombination mit der Wiki-Anwendung Confluence (Übrigens auch ein interessantes Produkt).

Zum Schluss muss man natürlich noch auf die schöne optische Gestaltung der Elemente hinweisen, die den Wireframes einen handgemalten Look verleihen. Balsamiq Mockups ist ein kostenpflichtiges Produkt (79 $), kann aber als Testversion kostenfrei herunter geladen werden.

Labuat: gut gemachtes, interaktives Musikvideo

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Freitag, April 3rd, 2009 @ 11:12

Aus Spanien kommt ein gut gemachtes, interaktives Musikvideo. Sehr gut gefällt mir die Einfachheit, mit der man die Visualisierung der Musik beeinflussen kann – einfach nur die Maus bewegen – mehr nicht. Trotzdem kann man auf diese Weise verhältnismäßig viel Audruck erzeugen – man fühlt sich ein bischen wie ein Dirigent ;)

Bei genauerem Hinsehen ist mir dann noch etwas aufgefallen: es gibt eine frapierende Ähnlichkeit der Bildsprache des Videos mit einem anderen (statischen) Musikvideo. Die Visuals bei Brendan Croskerry’s “Me and Miss Rand” sehen verblüffend ähnlich aus. Vermutlich nutzen beide Videos das gleiche “Construction kit” für animierte Vektorclips.

Letztlich fällt das aber nicht weiter ins Gewicht – beide Werke sind herausragend. Es ist schließlich wie bei der Musik: Samplen kann jeder, die Frage ist, was man daraus macht.

Labuat – interaktives Musikvideo

Brendan Croskerry – Me and Miss Rand

Goalscape – Projektmanagement-Tool

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Dienstag, März 31st, 2009 @ 17:20

Goalscape ist ein Projektmanagement-Tool, das einen sehr visuellen Ansatz zur Verwaltung von Tasks verfolgt. Der Grundgedanke von Goalscape ist, dass die im Rahmen eines Projektes einzusetzenden Ressourcen begrenzt sind. Alle zu erledigen Tasks und Subtasks müssen sich also ein Ressourcenkonto teilen. Wenn man nun einem Task mehr Ressourcen zuordnet, so haben andere Tasks weniger Ressourcen zur Verfügung.

Goalscape stellt dies sehr anschaulich visuell dar, wenn man einen Task stärker priorisiert, so werden andere Tasks im “Kuchendiagramm” kleiner. Außerdem wird der Fortschritt von einzelnen Tasks direkt im Diagramm angezeigt. 

Wie bei klassischen Projektmanagement-Tools üblich können Start- und Endzeiten von Tasks sowie Verantwortlichkeiten definiert werden.

Die Anwendung steht als Adobe Air Application zur Verfügung und macht bei der Benutzung wirklich Spaß – man kann also sehr gespannt sein, wie es weitergeht.

www.goalscape.com

last.fm ab sofort in einigen Ländern kostenpflichtig

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Donnerstag, März 26th, 2009 @ 10:46

der beliebte Musikdienst last.fm ist in Ländern außerhalb UK, US, DE in Zukunft nur noch gegen Bezahlung einer monatlichen Fee in Höhe von 3 EUR nutzbar. Die Verunsicherung nach dieser Ankündigung in der Community war groß, klar ist, dass man sich direkt folgende Fragen stellt:

Warum ist der Dienst in Zukunft in manchen Ländern kostenpflichtig, in anderen hingegen nicht?

last.fm hat mit den Verwertungsgesellschaften in den USA, UK und DE jeweils eigene Vereinbarungen getroffen, ich vermute, dass diese Vereinbarungen eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen vorsehen. Da die Nutzerzahlen in diesen Ländern vermutlich hoch genug sind – und damit auch die Werbeeinnahmen – konnte ein entsprechender Deal eingefädelt werden.

Für allen anderen Länder gibt es keine Deals, was eventuell daran liegen mag, dass die Werbeeinnahmen dort zu gering sind und damit auch die anfallenden Beteiligungen für die Verwertungsgesellschaften. Denkbar wäre aber auch, dass die Verhandlungen mit anderen Gesellschaften aus anderen Gründen gescheitert sind.

Der Kern des Problems ist, dass man heutzutage leider immer noch für jedes Land einzelne Deals mit den jeweiligen Verwertungsgesellschaften abschließen muss, es gibt keine zentrale Vergabestelle der Rechte. Außerdem sind sich die Gesellschaften teilweise auch nicht untereinander wohl gesonnen und kämpfen um ihre Marktanteile und Umsätze.

Wird der Dienst auf in Deutschland zukünftig kostenpflichtig?

Wenn man obige Annahmen zu Grunde legt, gibt es keinen Grund zur Besorgnis, da last.fm Teile der Werbeeinnahmen an die deutsche Verwertungsgesellschaft abführt. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass last.fm erstmal in kleineren Märkten die Bereitschaft für Abo-Modelle testet und dann bei Erfolg in den Kernmärkten nachzieht.

Welche Mehrwerte könnte last.fm denn für ein Abo anbieten?

last.fm hat die Hörgewohnheiten bzw. den Umgang mit Musikmedien bei vielen Menschen verändert. Das tolle ist ja, dass man überall auf seine persönlich Musiksammlung zugreifen kann, ohne die MP3s dabei haben zu müssen. Außerdem sind die Musik-Empfehlungen auch nicht zu verachten.

Um den Dienst noch weiter aufzuwerten könnte ich mir ein Wetterabhängiges Streaming vorstellen: last.fm lokalisiert über die IP den eigenen Standort und checkt wie das Wetter dort ist. Außerdem könnte auch die Ortszeit einbezogen werden. Diese Parameter wirken sich nun wiederum auf den persönlichen Musikstream aus, d.h. man passt die Musik der Umgebung und der Stimmung des Hörers an. Aus meiner Sicht könnte das ein schöner Zusatznutzen und eine nette Spielerei sein.

© Tapebomb