Mashups Part II

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Mittwoch, März 11th, 2009 @ 19:02

Sehr passend zum letzten Eintrag zu Mashups sind die Werke von Kutiman. Dieser treibt das Thema Mashups auf die Spitze, indem er die Aufnahmen von Amateuer-Musikern bei Youtube zu völlig neuen musikalischen Konstrukten verschmelzt – genial und unterhaltsam:

So macht Kutiman seine Mashups:

So hören sich die Mashups an:

Gefunden bei Johannes

Alle wollen Google killen

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Dienstag, März 10th, 2009 @ 19:27

das es das Ansinnen vieler Parteien ist, das Monopol von Google bei Suchanfragen zu brechen, ist ja an sich nichts besonderes. Letztlich stellt Google auf Grund seiner technologisch ausgefuchsten Lösung seit Jahren den Einstiegspunkt Nummer Eins für Ausflüge ins Internet dar; auch wenn man eine spezielle Fragestellung hat, greift man oft und gerne auf die Suchmaschine mit den bunten Buchstaben zurück.

Google hat es in den letzten Jahren verstanden, jegliche direkte Konkurrenz zu eliminieren, egal ob Altavista, Fireball oder neuere Versuche wie z.B. A9 von Amazon.

Trotzdem könnte es für Google in Zukunft zumindest schwieriger werden, alleiniger Anbieter von Information zu sein. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

Massiver Zulauf zu Social Networks, über alle Interessens- und Altersgruppen hinweg

In Social Networks versammeln sich mittlerweile sehr viele Menschen, Facebook generiert beispielsweise laut Adage zum Teil mehr Traffic auf andere Webseiten als dies Google vermag. Wie kann dies sein, obwohl Facebook insgesamt viel weniger Traffic vorweisen kann als Google? Der Schlüssel liegt sicher in der Segmentierung, die von Social Networks ausgeht. Postet ein Nutzer einen Link bei Facebook, so ist der Adressatenkreis bereits “vorgesiebt” und der Link ist somit hochrelevant für die Empfänger. Bei Google wird die Relevanz eines Links durch das Vorhandensein von Keywords und Verweise von anderen Webseiten auf diese Quelle festgelegt, der menschliche Faktor zur Segmentierung fehlt bislang (noch).

Einfacher ausgedrückt fragt man in Social Networks andere Menschen bzw. erhält Informationen von anderen Menschen, bei Google hingegen fragt man einen Algorithmus. Wenn nun immer mehr Menschen Social Networks nutzen, so öffnet sich auch ein gigantischer Wissensmarktplatz zu dem ein sehr einfacher Zugang besteht.

Microblogging / One to Many-Kommunikationstools a la Twitter

Auch bei Microblogging-Diensten wie liegt Twitter die Stärke der Plattform in der One-to-many-Kommunikation. Viele nutzen bei Twitter bereits jetzt das kreative Potential ihrer Follower, indem Sie Fragen in die Runde stellen und eine Vielzahl an unterschiedlichen Antworten erhalten. Dennoch sind diese Antworten meistens passend, denn die Follower haben sich zuvor auf Grund überschneidender Interessen, sozialer Milieus usw. überhaupt erst gefunden und miteinander vernetzt. Eigentlich ist diese Vorgehensweise ja ein Revival der Telefonlawine – einigen vielleicht auch von den drei Fragezeichen bekannt. Nutze das Wissen vieler, um die Antwort auf eine Frage zu erhalten.

Neuartige Modelle zur Organisation bzw. semantischen Auswertung von Information wie z.B. Wolfram

Vor kurzem hat nun auch noch Stephen Wolfram eine neuartige “Suchmaschine” angekündigt, der man einfach eine Frage stellt und diese dann die passende Antwort liefert. Funktionieren soll dies auf Basis komplexer mathematischer Modelle. Wenn dies tatsächlich funktionieren sollte, so würde dies sicher die Art und Weise wie wir Computer nutzen und wahrnehmen verändern. Der Computer bzw. das Web könnte so zu einem “echten” Gesprächspartner mutieren. Ab Mai wird eine erste Version unter www.wolframalpha.com online gehen, auf die man sehr gespannt sein kann.

Fazit: es wird von vielen Seiten aus daran gearbeitet, das Monopol von Google zu brechen, es bleibt abzuwarten ob und wann dies gelingt.

Urban Art Guide Release am 20. März

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Sonntag, März 8th, 2009 @ 11:31

Man findet sie in Großstädten heutzutage an vielen Stellen, kleine Kunstwerke, oft gar nicht auf den ersten Blick zu erkennen. So werden z.B. die beliebten Paketaufkleber der Deutschen Post als Basis für eigens kreierte Sticker verwendet, die dann an passender Stelle im urbanen Raum platziert werden. Oder aber die Künstler veredeln Küchenfließen mit ihren Werken und pflastern damit geeignete Stellen. So vielfältig wie die Techniken sind auch die Kunstwerke.

Dies erlebbar zu machen ist die Aufgabe des Urban Art Guide, einer Application für das iphone. Mit dem mobilen Kunst-Reiseführer kann man auf einfache Art und Weise spannende Kunstwerke im urbanen Raum entdecken und Hintergrundinfos dazu nachlesen. Der Urban Art Guide wird am 20. März im Rahmen einer Release-Party im Berliner Dice-Club veröffentlicht. Mehr Infos gibt es unter:

http://urbanartguide.com

Captcha Ad: Werbebotschaften statt Rechenaufgaben oder Zeichen entziffern

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Samstag, März 7th, 2009 @ 10:58

Um zu beweisen, dass man kein böser Bot ist, muss man ja in zunehmenden Maße so genannte Captchas ausfüllen. Die interessantere Form dieser Vertreter bittet einen immerhin um das Lösen einer Rechenaufgabe. Zumeist muss man aber nicht lesbare Zeichen entziffern und diese eingeben um dann festzustellen, dass man nicht richtig lag, weil die “5″ wie ein “S” aussah. Dann beginnt der Spaß noch mal von vorne. Damit ist nun Schluss, CaptchaAd macht Captchas zur Werbeplattform:

http://www.captchaad.com/

via Basic Thinking

Xing öffnet sich für Softwareentwickler

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Freitag, März 6th, 2009 @ 09:51

Xing hat angekündigt seine Plattform für Drittentwickler zu öffnen, entspechende Schnittstellen würden derzeit entwickelt. Sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, zu mal Facebook oder auch Apple mit dem iphone vorgemacht haben, dass dies ein sehr effektives Mittel ist, um die Popularität, den Wert und die Nutzungsintensität der eigenen Plattform zu steigern.

Der Konkurrent LinkedIn – seit Anfang des Jahres auch in Deutschland aktiv – verfolgt bereits eine open platform Strategie. Die Zahl der für LinkedIn erhältlichen Applikationen von Drittanbietern ist zwar noch überschaubar, wird aber sicher schnell wachsen.

Welche Möglichkeiten tun sich nun für Entwickler auf?

Sicher muss man dazu den Kernzweck von Xing in den Fokus rücken, also Business-relevante Anwendungen priorisieren. Denkbar wäre z.B. eine Anwendung, die es auf einfache Art und Weise ermöglicht, die Reise zu einem Geschäftspartner zu buchen. Einfach das DB-Icon neben dem Kontakt klicken und schon lande ich bei der Deutschen Bahn und kann meine Reise buchen. Die Reiseplanung würde deutlich vereinfacht, da das Buchungssystem den Start- und Endpunkt der Reise aus Xing heraus automatisiert übermittelt bekommt.

Eine andere Idee wäre, dass man seine Teilnahme an z.B. Konferenzen automatisiert buchen kann. Die notwendigen Daten zur Buchung würden auch in diesem Fall aus Xing direkt über eine Schnittstelle übertragen und die lästige Eingabe der Daten würde entfallen. 

Sinnvoll wäre sicher auch ein Szenario, wie es Facebook mit Connect bereits vorgemacht hat: mit seinem Xing-Account könnte man sich auf Web-Seiten von Drittanbietern einloggen und dann z.B. an Diskussionen, Videokonferenzen usw. teilnehmen. Auch hier ist eine Anwendung im Bereich (virtueller) Konferenzen denkbar.

Es bleibt also sehr spannend, sicher gibt es noch sehr viele sinnvolle Anwendungsgebiete.

T-Online Free Videoload: kostenloses IPTV Angebot

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Donnerstag, März 5th, 2009 @ 18:12

Videoload, die Online Videothek der Telekom, bekommt Zuwachs in Form eines Bereiches mit kostenfreien Inhalten. Unter http://free.videoload.de gibt es quasi als Appetizer für das kostenpflichtige Angebot einige mehr oder weniger spannende Inhalte zu sehen. Im Vergleich zu direkten Konkurrenz-Angeboten von Microsoft oder Hulu fällt auf, dass die Inhalte nur auf Windows-Rechnern angesehen werden können, vermutlich auf Grund eines Kopierschutzes (DRM) in Kombination mit dem Microsoft Media Player. Eigentlich ist es ja fast schon bizarr, dass Microsoft auf dem eigenen Videoportal movies.msn nicht auf den Mediaplayer zum Abspielen der Inhalte setzt (was auch gut so ist), dafür aber die Mitbewerber kräftig daran arbeiten mit Microsoft-Tools Barrieren für die Nutzer aufzubauen. 

Aufgefallen ist mir zudem die eher fragwürdige Qualität der Inhalte, die sich auf der kostenfreien Videoload-Seite ansehen kann. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man mit “Bikini-Hasen auf Hawaii” wirklich punkten kann. Vermutlich ist dies aber eher eine Frage des zur Verfügung stehenden Budgets, da die Lizenzen für solchen Ramsch günstig ausfallen.

Fazit: Grundsätzlich hat Videoload mit zum Teil kostenfreien Inhalten den richtigen Weg eingeschlagen, um Nutzer für das kostenpflichtige Programm zu interessieren. Allerdings sind die technischen Barrieren meines Erachtens nicht tragbar.

RMV Handyticket und iphone

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Donnerstag, Februar 26th, 2009 @ 20:04

Wie schon mal im Praxisbericht zum RMV Handyticket beschrieben halte ich ich diesen Service vom RMV für eine gute Sache. Schade ist nur, dass Besitzer eines iphones momentan ausgesperrt bleiben, weil die Java-Anwendung auf den Apple-Geräten nicht lauffähig ist. Allerdings wurde mir aus zuverlässiger Quelle berichtet, dass man daran arbeitet und die Anwendung bald für das iphone verfügbar sein wird. Sehr schön!

Abwrackprämie: nur mal so eine Überlegung

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Donnerstag, Februar 26th, 2009 @ 19:11

Wie wird sich eigentlich der Absatz von Fahrzeugen in den kommenden Jahren entwickeln? Ehrlich gesagt befürchte ich, dass der Absatz im Vergleich zu vorhergehenden Jahren massiv einbrechen wird, da viele Menschen – ausgelöst durch die Abwrackprämie – eine Kaufentscheidung vorgezogen haben. Konsumenten, die vielleicht in ein bis drei Jahren ein neues Auto gekauft hätten, weil das alte den Geist aufgegeben hätte, haben also jetzt schon die Einkaufstour gemacht.

Die Frage ist nur, wer dann in ein bis zwei Jahren noch mal ein Auto kauft. Sicher ist, dass der Bedarf an Fahrzeugen insgesamt nicht wachsen wird, es geht hier lediglich um einen Tausch von alt nach neu, da der Markt definitiv gesättigt ist. Die Abwrackprämie ist also mal wieder eine sehr kurzfristige Maßnahme, die das eigentliche Problem nur in die Zukunft verlagert. Aber das kennt man ja von so vielen anderen Themen, Stichwort hier sind die Renten.

Was macht eigentlich die Autoindustrie in ein bis zwei Jahren? Gibt es dann wieder eine Abwrackprämie, diesmal für Autos, die minimal 3 Jahre alt sind?

Was ist eigentlich mit JOOST?

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Dienstag, Februar 24th, 2009 @ 21:03

diese Frage habe ich mir kürzlich gestellt und bin daher mal auf die Suche gegangen. Wir erinnern uns: Mitte 2007 startete der P2P-IPTV-Dienst JOOST zunächst in der Beta, die von einem mehr oder weniger exklusiven Kreis getestet werden konnte. Zugang zur Beta erhielt man nämlich nur gegen Einladung. Zwar war es nicht besonders schwer an diese heranzukommen, dennoch verfehlte diese Maßnahme nicht ihr Ziel: das Erzeugen eines Hypes. Viel wurde damals über Joost geschrieben, von der Revolution des Fernsehens und dem Durchbruch von IPTV war die Rede. Wie heftig der Buzz damals war, kann man sich sehr schön an Hand von Google Insights und der Menge der Suchanfragen zu “Joost” verdeutlichen.

Zugegebenermaßen beeindruckte der Client von JOOST damals durch ein sehr durchdachtes Interface, doch schon früh musste man ernüchtert feststellen, dass es nix wirklich spannendes zu sehen gab – die Inhalte waren eher mäßig. Dies erklärt sicher auch, warum das Interesse an der Plattform recht schnell wieder abflaute bzw. es nicht zu einem stetigen Wachstum kam. Zusätzlich ist sicherlich der properitäre Client ein Problem gewesen – ähnliches haben wir ja bereits bei Second Life gesehen, auch hier war die notwendige Installation eines Clients ein deutlicher Wachstumskiller.

Was diesen Punkt angeht hat Joost mittlerweile seine Haltung aufgegeben und liefert die Inhalte regulär über eine Webseite a la Youtube aus, ein separater Client ist nicht mehr notwendig. Nichtsdestotrotz konnte man mit dieser Maßnahme verloren gegangene Marktanteile nicht mehr zurückerobern, zumal neue Player an den Start gegangen sind. Sehr interessant ist sicher der Kometenhafte Aufstieg von Hulu. Dieser Service ist zwar nur in den USA verfügbar (IP-Sperre), bietet aber sehr attraktive Inhalte wie z.B. die Serien “Heroes” oder “The Office”.

Was lernen wir daraus? In Puncto Vermarktung hat Joost zumindest zum Start alles richtig gemacht, auch technologisch ist Joost sicher kein schlechtes Produkt. Mangelhaft waren aber in jedem Fall die Inhalte  - und da Content King ist, waren die User die man angelockt hatte, auch recht schnell wieder weg. Vielleicht war ein weiterer ausschlaggebender Punkt, das man die Inhalte bei Joost nicht mobil nutzen kann, so wie dies wohl bei Hulu möglich sein soll. Ich selbst habe dies noch nicht testen können, auf Grund der IP-Sperre.

Mit der Zunahme der Verbreitung mobiler Endgeräte, die Video abspielen können tut sich nämlich ein weiteres Feld für IPTV/VOD auf: die Webseite wird mehr und mehr zum Hub, auf dem sich die Nutzer die Inhalte abholen, aber nicht ansehen. Geglotzt wird nämlich dann, wenn man eh gelangweilt ist: in der U-Bahn oder beim Warten. 

http://www.hulu.com

Aus für Bud.tv

Abgelegt unter: Allgemein — Wrote by Christian Listmann on Donnerstag, Februar 19th, 2009 @ 17:07

Anheuser-Busch zieht den Stecker bei Bud.tv – Gründe hierfür sind die hohen Kosten im Vergleich zu den geringen Nutzerzahlen. Interessant ist der Hinweis auf dem gestern auf adweek veröffentlichten Artikel, wonach ein Grund für den Misserfolg darin zu suchen ist, dass die Inhalte nicht für die mobile Nutzung freigegeben waren. 

Sehr aufschlussreich ist auch die Aussage von Mr. Levi, der feststellt, dass es eigentlich für einen Bierhersteller unmöglich ist in Konkurrenz mit etablierten Medienproduzenten zu treten: “If the networks can’t continuously produce that [volume of content], how can a beer company?”.

Ich bin mir sehr sicher, dass viele andere Marken diesen Umstand auch stark unterschätzt haben, ein IPTV Angebot lebt schließlich von aktuellen und hochwertigen Inhalten. Der Konsument ist gewohnt ständig neue Inhalte präsentiert zu bekommen – die Krux an der Sache ist nur, dass dies verdammt teuer ist und andere dies oft besser können als Unternehmen die normalerweise Hopfen und Malz mit Wasser vermischen.

http://adage.com/madisonandvine/article?article_id=134701

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