Adidas startet in Kürze einen eigenen IPTV Channel – gezeigt werden Videos aus allen Sparten des Sportartikelherstellers, zum Start wird es rund 75 Videos geben. Einen kleinen Vorgeschmack kann man sich schon mal auf der Basketball-Seite von Adidas ansehen, hier werden vornehmlich Videos mit Testimonials wie Dwight Howards gezeigt. Die Videos haben einen stark werblichen Charakter, d.h. der Produktbezug ist ganz klar erkennbar.
Insgesamt mutet das nicht spektakulär an, trotzdem ist dies aus meiner Sicht konsequent – viele andere Marken versuchen pseudo-redaktionelle Inhalte anzubieten bei denen dann immer mal “dezent” Werbung eingestreut wird. Dies wirkt viel eher verkrampft, zumal sich Marken dann mit ganz anderen Content-Anbietern messen müssen, die viel bessere Inhalte zu bieten haben und journalistisch ganz anders arbeiten können.
Sehr clever finde ich den Ansatz von Adidas ganz konsequent auf die mobile Nutzung von Inhalten zu setzen, d.h. Nutzer dürfen Inhalte auch auf ihre mobilen Endgeräte laden und dort ansehen. Viele andere Angebote sind in der Vergangenheit genau daran gescheitert. Allerdings muss man der Fairness halber erwähnen, dass dies in der Regel nicht daran lag/liegt, dass die Betreiber nicht über die mobile Nutzung nachgedacht hätten. Das Problem ist vielmehr in der Komplexität bei Lizenzverhandlungen zu sehen, sehr oft ist die mobile Nutzung nicht möglich oder aber für den Lizenznehmer (den Betreiber des IPTV-Angebots) sehr teuer. Da Adidas ausschließlich eigens produzierte Inhalte veröffentlicht, wird dieses Problem nicht auftauchen oder nur partiell.
Ein weiterer sehr positiver Aspekt des IPTV-Angebots von Adidas ist in der Verwertungsstrategie zu sehen: Adidas wird das IPTV-Angebot auch in seinen Stores ausstrahlen und so für ein weltweit einheitlicheres Programm sorgen. Momentan kocht da jeder Shop mehr oder weniger sein eigenes Süppchen
Fazit: wieder mal IPTV einer großen Marke, allerdings mit einem cleveren Distributionskonzept
gelesen bei Adweek

Aus meiner Sicht eine schöne Idee für die Autobauer aus Stuttgart, wenn auch nicht gerade zu den aktuellen Horrormeldungen zu Kurzarbeit und Gewinnrückgang passend: Mercedes-Benz schießt einen Satellit ins All – den Mercedes-Benz Stern. Dieser umkreist die Erde und strahlt so aus weiter Ferne das Mercedes-Benz Logo auf jeden Flecken dieser Erde.
Wie das genau technisch aussehen könnte kann ich natürlich nicht sagen, allerdings wäre der Weg dahin natürlich auch hochinteressant und PR-technisch die Story schlechthin.
Effekte:
- Innovation plakativ darstellen
- Ingenieurskunst bei Mercedes-Benz leben und kommunizieren
- Mercedes-Benz schafft sich ein Denkmal
Sehr witzige Microsite von IKEA zur Amtseinführung von Obama. Man beachte den Security-Typ und den Hund – beides unverzichtbare Accessoires eines Präsidenten.
http://www.embracechange09.com/
Sehr interessante music application für das iphone: Umgebungsgeräusche werden genutzt um einen Klangteppich dynamisch zu erzeugen. Die Anwendung verhält sich wie ein klassischer MP3-Musik-Player, kann aber auch eigene Sounds in Abhängigkeit der Umgebung erzeugen.
Befindet man sich mit einem iPhone in einer lauten Umgebung, so werden die erzeugten Sounds komplexer. Genau anders herum verhält es sich in einer ruhigen Umgebung: die erzeugten Sounds klingen ruhiger. Natürlich stellt sich die Frage, ob es andersherum nicht besser wäre, aber dies sollte einfach zu programmieren sein.
http://rjdj.me/what/

Auch in 2009 beglückt uns Mercedes-Benz mit den Music-Compilations Mixed Tape, diesmal mit Ausgabe 25. Das Thema der zugehörigen Mixed Tape Music Magazine Sendung auf Mercedes-Benz.tv lautet “Jazz” und gefällt sehr gut.
Download der aktuellen Compilation unter: www.mercedes-benz.tv/mixedtape
Alle alten Ausgaben der Compilation-Reihe Mixed Tape gibt es bei 71grad.
In der Werbung wird oft und gerne kopiert, meist steht die Kunst Pate für eine Kampagne oder ein Key-Visual. Das manche Werber aber nicht mal halt vor bereits sehr stark etablierten Keyvisuals machen, habe ich heute in der Innenstadt von Frankfurt bewundern dürfen. Das in kürze neu eröffnende Kaufhaus “MyZeil” wirbt mit einem großformatigen Plakat, das doch sehr stark an die liebe Alice erinnert – schon sehr dreist wie ich finde. Auch auf der zugehörigen Website findet man das von Alice bekannte rote Band wieder.

http://www.myzeil.de
Ein bischen wie bei Terminator 2: reales Objekt mit der Kamera fixieren und kontext-relevante Informationen abrufen:
http://www.fastcompany.com/blog/kit-eaton/technomix/mits-sixth-sense-machine-makes-reality-better
Das praktische Online-Tool Lovelycharts ist erwachsen geworden und bietet nun einen erweiterten Funktionsumfang. Die Flash-Applikation eignet sich besonders gut zum Erstellen von Wireframes, Sitemaps und anderen Diagrammen. In der Basisversion kann man allerdings nur ein einziges Dokument erstellen, außerdem sind die Funktionen zum gemeinsamen Arbeiten deaktiviert. Die Vollversion kostet 29 EUR pro Jahr – ein vertretbarer Preis.
Aus meiner Sicht wäre es schön, wenn der PDF-Export zeitig integriert werden würde oder aber der Export in ein anderes Vektor-basiertes Format machbar wäre. Bei sehr großen Maps kommt man nämlich sehr schnell in einen Bereich, in dem JPGs oder PNG (max. Auflösung sind 2880 x 2880 px) nicht mehr lesbar sind.
www.lovelycharts.com
Facebook plant in Zukunft Nutzerdaten für die Optimierung von Werbemaßnahmen stärker einzusetzen. Bin ich z.B. bei Facebook ein bekennender Fan von “Adidas Originals”, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich in Zukunft Werbeeinblendungen von Sneaker Herstellern zu sehen bekomme. Interessant ist natürlich, dass sehr viele Facebook Nutzer sehr offenherzig mit Ihren Vorlieben für Marken umgehen: dies wird sich sehr förderlich auf die Datenverwertung auswirken.
Außerdem bin ich gespannt, wie Facebook dies den Nutzern verkaufen wird, bislang sind Protestrufe von Nutzer diesbezüglich noch nicht wahrnehmbar. Dies ist umso erstaunlicher, als dass es eine Welle der Empörung gab, als StudiVZ ähnliche Mechanismen für ihr soziales Netzwert implementieren wollte.
Sehr interessanter Artikel mit 50 Thesen, die beschreiben welche Dinge beachtet werden sollten, um ein Web 2.0 Produkt erfolgreich zu machen. Einige Dinge klingen zunächst einmal banal, allerdings sollte man sich vergegenwärtigen, dass viele einfache Dinge in Summe komplex wirken. Fazit: eine schöne Checkliste, um eigene Vorhaben oder existierende Anwendungen auf Herz und Nieren zu prüfen.
50 Thesen zum Web 2.0